Gesetzliche Unfallversicherung

 

Unfallversicherung der Tagespflegepersonen

 

Tagespflegepersonen sind i. d. R. gesetzlich unfallversichert.

Bei angestellten Tagespflegepersonen ergibt sich die gesetzliche Unfallversicherungspflicht aufgrund des Arbeitsverhältnisses (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII). Zuständig sind bei Anstellung im Privathaushalt i. d. R. die Unfallkassen.

Selbstständig tätige Tagespflegepersonen sind gesetzlich unfallversichert, wenn sie im Rahmen der öffentlichen Kindertagespflege tätig sind und mit dem Jugendhilfeträger zusammenarbeiten. Die Versicherungspflicht besteht gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 9 SGB VII aufgrund der selbstständigen Tätigkeit in der Wohlfahrtspflege; zuständig ist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

 

Unfallversicherung der Tageskinder

 

Die in Kindertagespflege geförderten Kinder sind gemäß § 2 Abs. 1  Nr. 8a SGB VII gesetzlich unfallversichert, wenn sie von einer i. S. v. § 23 SGB VIII geeigneten Tagespflegeperson betreut werden.  

Kinder in rein privat organisierter/finanzierter Kindertagespflege sind nicht mehr automatisch schon deshalb gesetzlich unfallversichert, weil die sie betreuende Tagespflegeperson über eine Erlaubnis nach § 43 SGB VIII verfügt. Vielmehr setzt der Unfallversicherungsschutz der Kinder in Kindertagespflege eine Betreuung im Rahmen der öffentlichen, vom Jugendhilfeträger geförderten Kindertagespflege nach § 23 SGB VIII voraus. Es ist daher erforderlich, dass die Eltern des Kindes den Träger der öffentlichen Jugendhilfe über das privat finanzierte Betreuungsverhältnis zumindest in Kenntnis setzen, falls dieser oder eine von diesem beauftragte Stelle die Tagespflegeperson nicht selbst vermittelt hat.   

Die Versicherung entspricht der Versicherung der Kindergarten- und Schulkinder; zuständig sind i. d. R. die Unfallkassen der Länder.